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Zimmer 16

Zimmer 16: Vom Liedermacher zum Liederfritzen


Mitten in Pankow liegt das “Zimmer 16″. “Pankof” höre ich Adenauer sagen. Ich will ja jetzt niemanden mit Zahlen langweilen, aber trotz Berlin-Marathon waren heute mehr als doppelt so viele Leute da als bei meinem letzten Berlin-Gig im Mai. Nach dem Konzert erklärt mir Rainer vom “Zimmer 16″ den “Volvo-Horizont” (Bei Staatsbesuchen in der DDR wurden die Häuser immer nur bis zum zweiten Stock renoviert – so weit also, wie man aus einem Volvo, dem offiziellen Fahrzeug bei solchen Anlässen, blicken konnte.), die heiße Schlacht um die Namensgebung des Bezirks und Angela Merkels ostdeutschen Polit-Taktik-Vorsprung. Wer mehr wissen will, schaut am besten mal selber vorbei, denn das “Zimmer 16″ lohnt einen Besuch und bietet “Liederfritzen” (Rainer) sehr gute Auftrittsbedingungen.

Hm, “Liederfritzen” ist eigentlich gar keine schlechte Alternative für die Bezeichnung “Liedermacher”, mit der ich mich nie so ganz anfreunden konnte. Der Name bietet den Vorteil, dass ihn auch die englischsprachige Welt gut aussprechen könnte. Außerdem könnten gerade die Engländer sich darunter was vorstellen. Das Wort “Lied” gibt es ohnehin schon als Lehnwort und “Fritz” kennen die Briten sowieso. Ich erinnere nur an die englische Boulevard-Schlagzeile vor dem EM-Halbfinale England-Deutschland von 1996: “For you Fritz, ze Euro is over”. Nun ja, das stimmte sogar fast, es gab allerdings noch ein Spiel mehr für Deutschland, remember Mr Southgate?

Übrigens: Was heißt “Ötzi” auf Englisch? Kein Witz: “Frozen Fritz”.

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